Stress/Erschöpfungszustände – Prävention

Wenn wir unter Stress geraten, arbeitet der Körper auf Hochtouren und verbraucht auch mehr Energie. Nach dem stressigen Ereignis werden die Stresshormone abgebaut und verbrauchte Substanzen wieder hergestellt: Zum Beispiel können geleerte Speicher (Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren) über die Nahrung neu aufgefüllt werden.

Befindet sich der Mensch öfters in Stresssituationen oder unter Dauerstress, kann es sein, dass die Energieneugewinnung nicht schnell genug stattfinden kann. Stoffwechselvorgänge können langsamer werden und die Gesamtenergie wird weniger.

Am Beispiel der Nebennieren gehe ich noch etwas genauer darauf ein:

Nebennierenrindenschwäche/-erschöpfung:

Nebennierenschwächen oder –erschöpfungen können Auslöser für vielfältige Beschwerden sein (siehe weiter unten). Die Nebennieren sind kleine Organe, die auf unseren Nieren sitzen. Sie sind unser hormonelles Zentrum, um auf Stress zu reagieren. Sie schütten Adrenalin/Noradrenalin (Nebennierenmark) sowie in der Rinde z.B. Aldosteron, Geschlechtshormone (Androgene) und Cortisol aus.

Aldosteron
regelt mit anderen Faktoren z.B. unseren Wasserhaushalt im Körper

Androgene
wie z.B. Testosteron/Progesteron sind weitere wichtige Sexualhormone im Körper

Stress-/ Erschöpfungszustände - Behandlung und Prävention

Cortisol
ist wichtig für viele Funktionen im Körper, wie z.B.:

  • Erhöhung des Blutzuckerspiegels, um mehr Glucose für körperliche und geistige Leistungen verfügbar zu haben.
  • Erhöhung des Blutdrucks: Unter Stress steigt also unser Blutdruck an. Bei chronischem Streß und einer Unterversorgung mit Cortisol kann es zu niedrigem Blutdruck und Müdigkeit kommen.
  • Regulation der Immunabwehr: Cortisol wirkt entzündungshemmend und hemmt eine übermässige Reaktion der Fresszellen, gesundes Körpergewebe anzugreifen.
  • Cortisol reduziert das Ausmaß von Allergien
  • Cortisol ist an sehr vielen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt, vor allem an denen der Energiegewinnung.

Bei Streß wird an das Schaltzentrum im Gehirn, dem Hypothalamus, Information gegeben, dass Cortisol gebraucht wird. Über die sog. Hypothalamus-Hypophysenachse werden Hormonbotenstoffe an die Nebenniere gesendet, Cortisol zu produzieren. Die Nebenniere ist bei Dauerbelastung oder aber evtl. auch durch ein einziges einschneidendes emotionales Erlebnis überfordert und kann evtl. nicht mehr ausreichend Hormone herstellen. Da das Hormon Cortisol lebensnotwendig ist, wird die Herstellung der Androgene zurückgestellt.

Unter Stress kann der Körper auch nach/bei Krankheit geraten oder aber auch durch Allergien und Darmdysbalancen.

Mögliche Symptome, bzw. Folgen einer Nebennierenschwäche können sein:

  • Müdigkeit (oft morgens und nachmittags)
  • Erschöpfung
  • Leistungsminderung
  • Verminderte Fähigkeit mit Stress umzugehen
  • Zittern, wenn man unter Druck gerät
  • Gewichtszunahme, bzw. Probleme Gewicht abzunehmen
  • Bluthochdruck – später niedriger Blutdruck
  • Unterzuckerung
  • Verdauungsprobleme
  • Verlangen nach salzigem Essen
  • Schmerzen im oberen Rücken- oder Nackenbereich
  • Muskelschmerzen
  • Fibromyalgie
  • Allergieneigung
  • Zyklus- und Wechseljahrproblematik
  • Infektanfälligkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Schlaflosigkeit / Schlafstörungen
  • Verminderung der Libido
  • Mitochondrienschwäche (die Mitochondrien sind unsere Energiekraftwerke in den Zellen)

Die Nebennierenschwäche oder auch -erschöpfung kann man durch einen Hormonspeicheltest diagnostizieren (der Preis hierfür variiert je nachdem wieviele Hormone getestet werden zwischen ca. 30 – 120,– Euro)

Mögliche Therapien bei Stress und Nebennierenrindenschwäche:

Naturheilkundliche Mittel

Mikronährstoffe
um geleerte Speicher, Nebennieren und weitere in Verbindung stehende Organe, bzw. den Körper insgesamt, zu unterstützen

Brennan Healing®

Craniosakral Therapie

Progressive Muskelentspannung

Übungen aus dem Qi Gong

Zusätzlich ist für die Erholung und gute Funktion der Nebennieren ausreichender Schlaf und Erholung wichtig. Gerne unterstütze ich Sie, Stressoren zu identifizieren und wie Sie diese möglichst ausschalten, bzw. reduzieren können.